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Der Name des Ortes leitet sich vermutlich von "swain"
= Knecht, Hirte ab und nicht vom Schwan, der das Wappen ziert. Zu
welchem Zeitpunkt sich die Gründung der Ortschaft durch die
Errichtung einer festen Ansiedlung vollzogen hat, lässt sich heute
nicht mehr ermitteln. Von einer langen geschichtlichen Vergangenheit
zeugen aber alemannische Reihengräberfunde, sowie Grundmauern eines
vermutlich römischen Gutshofs bzw. Bades um 250 n.Chr. im Bereich
"Lohwiesen", sowie die "Römerstraße" durch den nördlichen
Killbergwald, wo bis heute noch "Stundensteine" erhalten sind.
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte in einer
Stiftungsurkunde des Klosters Alpirsbach um 1150 wo es heißt:
Berchta und ihr Ehemann Hugo von Sue(i)ndorf (=Schwandorf) haben dem
heiligen Georg
(= Kloster Reichenbach) ihren gesamten Besitz in Nellingsheim
geschenkt". Schwandorf gehörte zur Herrschaft Nagold, mit welchem es
1363 an Württemberg gelangte. Zwischen Oberschwandorf (= Dorf) und
Unterschwandorf (= Schloss) wurde damals noch nicht unterschieden.
Um 1100 wird die Kirche von Oberschwandorf als Kapelle des Heiligen
Severus gegründet und gehörte zu Walddorf. 1725 erfolgte ein Neubau,
der nach heftigen Gewittern bereits 1766 umfassend verändert werden
musste. 1952/1962 und 1974 erfolgten weitere Umbauten. Mit der
Einführung der Reformation in Württemberg 1534 war auch
Oberschwandorf evangelisch geworden.
Die Gemarkungsfläche beträgt 495 ha, davon sind 42 % Wald, 42 %
Landwirtschaftsfläche und 16 % Siedlungsfläche. Besonders das
Baugebiet Gaisberg III hat in den vergangen Jahren dazu beigetragen,
dass die Einwohnerzahl von 785 im Jahre 1986 auf jetzt über 1200
angestiegen ist.
Mit der Unterzeichnung der "Vereinbarung über die Eingliederung der
Gemeinde Oberschwandorf zum 1.1.1975" durch Bürgermeister Meroth
(Haiterbach) und Bürgermeister Haag (Oberschwandorf) endete die
jahrhundertelange Selbständigkeit der Gemeinde Oberschwandorf.
Im kleinen Gewerbegebiet dominieren die holzverarbeitenden Betriebe
neben den sonstigen Handwerks-betrieben. Oberschwandorf hat eine
Rathausgeschäftsstelle mit Bücherei und Bürgersaal, Grundschule,
Kindergarten, Mostbesten und Gasthaus, Metzgerei, Bäckerei,
Lebensmittelgeschäft, Bankfiliale, Ev. Gemeindehaus,
Feuerwehrgerätehaus, Schlachthaus, Spielplatz, Bolzplatz und
Beachvolleyballfeld.
Das Vereinsleben wird bestimmt vom Sportverein und seinen vielen
Abteilungen, der auf dem Killberg über 2 Sport- und 3 Tennisplätze
verfügt sowie vom Musikverein "Die Musketiere". Bis zum Sommer 2002
wird Oberschwandorf eine neue große Sporthalle neben der Grundschule
erhalten. Die alte Turn- und Festhalle war bei einem Brand am
3.12.2000 völlig zerstört worden. |