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Die Politik plant die Gewerbesteuer auf
Freiberufler, Veräußerungs- und Aufgabengewinne auszuweiten.
Vielleicht ist der Ansatz, Freiberufler einzubeziehen, die nicht
einfach ihre Produktion ins benachbarte Frankreich, nach Ungarn oder
Rumänien verlagern können, von der Politik schlau erdacht. Und
mancher Mittelständler mag nach dem Sankt Floriansprinzip sogar
schadenfroh die Hände reiben, weil es ihn nicht trifft. Wirklich?
Wo eine Steuer als
Umverteilungsmechanismus (vom Bund zu den Gemeinden) eingesetzt
wird, bedeutet das statt höherer Einnahmen, mehr Bürokratie, eine
weitere Bereicherung des weltberühmten deutschen Steuerdschungels.
Wenn immer wieder spöttisch darauf hingewiesen wird, dass 70 % der
weltweiten Steuerliteratur Made in Germany sind, dann stellen wir
die These auf, dass sich davon die Hälfte mit der Gewerbesteuer,
ihrer Vermeidung oder Reduzierung befaßt.
Wenn es der Politik
ernst ist mit dem Abbau der Bürokratie (wofür die Regierung eine
eigene Kommission eingesetzt hat), dann kann das nicht so gehen,
dass eine niemand mehr treffende Verordnung zur Verteilung von
Braunkohle aus den 4oiger Jahren abgeschafft wird, und gleichzeitig
eine Steuer erweitert wird, die wie keine andere, Finanzbehörden und
–gerichten seit Jahrzehnten unerwünschte Arbeitsbeschaffung brachte.
Dieser Trend wird sich mit Einbeziehung derer, die bisher an
Modellen zur Vermeidung oder Verminderung der Gewerbesteuer
gearbeitet und verdient haben (Rechtsanwälte und Steuerberater) noch
deutlich erhöhen.
Die LIM fordert:
Radikale Vereinfachung des Steuersystemes, d.
h. es darf keine Erweiterung bestehender Steuern geben, vielmehr
müssen die Steuern vereinfacht werden, im internationalen Wettbewerb
verzerrende Steuern, wie insbesondere die Gewerbesteuer, müssen
abgeschafft werden.
Eigenfinanzierung
der Kommunen durch eine Wertschöpfungssteuer, die aufgrund ihrer
Erfassung aller Wirtschaftseinheiten (vom Freiberufler über den
Produktionsbetrieb bis zum öffentlichen Nahverkehr) mit einem von
den Gemeinden in eigener Verantwortung festgesetzten Hebesatz,
niedrig sein wird.
Eine Vereinfachung
unseres Steuersystemes wird nur kommen, wenn nicht nur die aktuell
betroffenen Freiberufler, sondern gerade diejenigen die bisher eine
nicht mehr zeitgemäße Steuer bezahlt haben, mit den ”NEU” –
Betroffenen gegen diese Steuer kämpfen
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