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Zum
fünften Mal seit 1992 führte Karl Braun, Schreinermeister aus
Haiterbach, eine Reisegruppe nach Berlin und Umgebung.
Teilgenommen haben 38 Bürger aus Haiterbach und Umgebung. An
Fronleichnam startete man bereits früh mit dem Bus von Haiterbach
und fuhr über Nagold zum Flughafen Stuttgart. Nach einer aufwändigen
Sicherheitskontrolle am Flughafen, erreichte man Berlin gegen 11.00
Uhr. Dort wartete bereits ein eleganter Ausflugsbus und man startete
zu einer 6-stündigen Stadtrundfahrt mit einem überaus zugänglichen
Busfahrer aus Berlin-Friedrichshain, der allen Wünschen der
Reisegruppe und den Anleitungen von Karl Braun bereitwillig folgte.
Über Siemensstadt ging es zur Altstadt von Spandau, von dort zum
ehemaligen Gefängnis der Nazikriegsverbrecher, dann über das
Olympiastadion und dem Messegelände zum Kurfürstendamm, dort gab es
die erste größere Rast. Nach dem Essen ging es weiter, an der
Gedächtniskirche vorbei über den Kreuzberg mit seinen, in Berlin
einmaligen, Weinrebstöcken. Weiter ging es am Flughafen Tempelhof
vorbei ins Zentrum von Berlin-Kreuzberg. Durch einen kleinen
Spaziergang konnte man einen Eindruck über das Leben der vorwiegend
türkischen Bevölkerung gewinnen. Im Anschluss fuhren wir dann am
Springer-Konzern und dem neuen jüdischen Denkmal vorbei zum
Checkpoint Charlie, dann zum größten noch bestehenden Mauerrest in
Friedrichshain, über den Potsdamer Platz und das Regierungsviertel,
vorbei am Alexanderplatz, erreichten wir gegen 18.00 Uhr das neu
errichtete „NH-Hotel“ in der Landsberger Allee.

Das Bild zeigt die Reisegruppe vor der Landesvertretung
Baden-Württemberg.
Wohl
aus Vorsicht hat man sich im Anschluss, bei der Auswahl des
Abendslokales, für den „Alpenwirt“ in der Karl-Marx-Allee
entschieden und andere Vorschläge, wie z. B. ein Libanesisches
Feinschmeckerrestaurant, außer Acht gelassen.
Nach
einem reichhaltigen Frühstück, von dem gut bestückten
Frühstücksbuffet, fand am zweiten Tag ab 09.00 Uhr ein Fußmarsch
durch Berlin statt. Über den Alexanderplatz, vorbei am Berliner
Fernsehturm, am roten Rathaus, am „Palazzo Prozzo“ und am neuen
Außenministerium spazierte man zum Gendarmenmarkt, um dort die
beiden Döme sowie das Schauspielhaus zu besichtigen. Weiter ging es
an verschiedenen Botschaften vorbei zum Pariser Platz, mit seinem
berühmten Nobelhotel „Adlon“, dem Brandenburger Tor und weiter zum
Regierungsviertel, wo neben dem Reichstag weitere Regierungsgebäude
und eine lange Besucherschlange am Eingang zur Reichstagskuppel
besichtigt werden konnten. Die ersten Ermüdungserscheinungen machten
sich auf dem Weg zum Potsdamer Platz bemerkbar, die aber schnell
durch die Eindrücke der gigantischen Bauten überdeckt wurden.
Kurz
zuvor fand im naheliegenden Bundesratsgebäude eine Abstimmung zur
Ausbildungsabgabe und zur Rentenbesteuerung statt. Ministerpräsident
Wulf aus Niedersachsen erholte sich wohl in einem Straßencafe davon
und gab, von Reiseteilnehmern angesprochen, gern und freundlich
Auskunft, nicht ohne sich nach der Herkunft der Reiseteilnehmer zu
erkundigen.
Es
folgte ein Besuch der Landesvertretung Baden-Württemberg in der
Tiergartenstraße. Dr. Freudenberg, Ministerialdirigent und Leiter
der Landesvertretung war gerade auf dem Sprung zu einem
Wahlkampftermin nach Baden-Württemberg, hat es sich aber nicht
nehmen lassen, die Reisegruppe zu begrüßen und zu einem ausgiebigen
Imbiss in die Weinstube einzuladen. Eine Mitarbeiterin, Frau Dutzi,
hat anschließend ausführlich über die Arbeit der Landesvertretung
und als Kunsthistorikerin auch über den wunderschönen Neubau der
Landesvertretung berichtet und meinte abschließend, sie hoffe die
Gruppe überzeugt zu haben, dass das Geld in die Einrichtung der
Landesvertretung gut angelegt sei.
Eine
etwas reduzierte Reisegruppe erreichte schließlich am späten
Nachmittag den Wittenbergplatz mit der Gedächtniskirche und stärkte
sich dann in der Feinkostabteilung des berühmten Kaufhauses KADEWE.
Der
dritte Reisetag begann mit einer Busreise nach Brandenburg, unter
Führung eines höchst engagierten, professionell tätigen
Reiseleiters. Zunächst besuchte man das Schloss Oranienburg und
damit das Stammschloss der Oranjes, Königshaus von Holland. Nach
teilweiser Zerstörung im zweiten Weltkrieg und verschiedenartigster
Nutzung durch die Sowjetbesatzungsmächte und der DDR-Regierung,
wurde das Haus nach der Wende aufwändig renoviert und mit
Kunstwerken höchster Güte bestückt. Zur Wiedereröffnung im Sommer
1999 war Königin Beatrix aus Holland persönlich anwesend.
Weiter
ging die Fahrt über Neuruppin, der Geburtsstadt von Fontane, zum
Schlossgelände nach Rheinsberg, einem weiteren Königsschloss aus der
Preußenzeit. Der Reiseleiter vermittelte auch während der Fahrt
interessante Eindrücke über die ehem. DDR, ihren Plattenbauten und
den Einrichtungen der Sowjetarmee.
Zum
Abschluss besuchte man im Schnelldurchgang noch das Schloss
Sanssouci in Potsdam und das Grab von Friedrich dem Großen und
seinen Lieblingshunden. Unter ziemlichem Zeitdruck fuhr man dann
nach Berlin zurück und bestieg dort am Treptower Ufer gegen 19.00
Uhr das Ausflugsschiff „Mark-Brandenburg“. Mit diesem ging es die
Spree hinunter, an Alt Köpenick vorbei zum Müggelsee, dem größten
Binnengewässer von Berlin. Dort wurde nach kurzer Zeit das
Abendessen, eine Berliner Festplatte, serviert. Anschließend
schwangen einige, zunächst bei untergehender Sonne, anschließend im
Mondlicht, das Tanzbein. Die Mondscheinfahrt ging bis nach
Mitternacht, zwischendurch auf der Rückfahrt wurde vor Alt Köpenick
geankert, dort konnte man dann ein wunderschönes Feuerwerk
beobachten.
Am
vierten Tag, nach einem erneut ausgiebigen Frühstück, begann die
Rückreise und das Verdauen der vielen schönen Ereignisse und
Eindrücke.
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