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Große Koalition der ökonomischen Unvernunft

BERLIN. Zu den Meldungen über die Einführung von Mindestlöhnen erklärte der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer BRÜDERLE:

 Das rot-schwarze Kuscheln beim Mindestlohn ist schädlich für unser Land. Es ist völlig unverständlich, dass auch die Union jetzt in einer großen Koalition der Unvernunft in diese ideologische Mottenkiste greift.

Mindestlöhne sind wirtschaftspolitischer Unsinn und schaffen keine neuen Arbeitsplätze. Ganz im Gegenteil: Die fatale Wirkung von Mindestlöhnen kann jeder in der Bauwirtschaft sehen. Dort gingen in den vergangenen Jahren Zigtausende Arbeitsplätze verloren. Schröder, Stoiber und Merkel müssen deshalb aufhören, den Menschen Sand in die Augen zu streuen. Wir brauchen in Deutschland bei weit über 5 Millionen fehlenden Jobs nicht neue Gesetze und neue Bürokratie sondern ein Wiederbeleben marktwirtschaftlicher Grundsätze. Statt sozialistischer Modelle von oben brauchen wir endlich Entscheidungsfreiheiten in den Betrieben vor Ort. Die Mitarbeiter und Betriebsleitungen wissen besser, was Ihnen Chancen für die Zukunft bringt. Die Union sollte lieber das starre Tarifkartell von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaftsfunktionären aufbrechen. „Weniger Marx, mehr Markt“ muß die Devise lauten.
 

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