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Wie der Presse zu entnehmen ist, hat der Kreistag von Calw beschlossen, seine Kreiskrankenhäuser in Zukunft in GmbH-Form zu führen. Darüber hinaus soll jetzt ein Verbund mit den Krankenhäusern im Kreis Böblingen geschaffen werden, mit einer Holding, die dann die Geschicke von insgesamt sechs Krankenhäusern leiten soll. Zutreffend hat ein Oberbürgermeister in einer Sitzung eine ganze Latte von Argumenten aufgeführt, die gegen eine Holding sprechen. So würde eine Holding den Einfluss der politischen Gremien stark einschränken.
Der Landkreis Calw könnte dort nur eine Minderheitsrolle spielen. Hinzu kommt, dass eine zusätzliche Geschäftsführung eingerichtet werden müsste, die viel zu teuer wäre. Eine weitere, weit vom Tagesgeschäft angesiedelte Entscheidungsebene würde geschaffen werden, was nach Ansicht der Initiative Mittelstand eine weitere Aufblähung von Bürokratie bedeuten würde. Deswegen sollte die Idee, eine Holding einzurichten, fallen gelassen werden.
Der LIM-Vorstand spricht sich dafür aus, alle Kräfte auf die drei, im Kreis Calw vorhandenen Krankenhäuser zu konzentrieren und hier eine einheitliche Struktur herzustellen. Natürlich auch durch Einbeziehung von Know-how privat betriebener Krankenhäuser, damit flächendeckend ortsnah eine Grund- und Regelversorgung gewährleistet ist. Selbstverständlich muss man offen sein für Kooperationen mit Kliniken außerhalb des Landkreises, vor allem dort wo es um hochspezielle Dinge geht. Eine Holding, oder andere Kunstkonstrukte braucht es dazu nicht. Es wäre im Interesse der Bürgerschaft dringend notwendig, eine Langzeitstrategie zu entwickeln, um den kommenden Herausforderungen im Gesundheitswesen auch langfristig gerecht zu werden. Sprunghafte Kurzzeitentscheidungen, wie sie in den letzten Jahren üblich waren, sollten vermieden werden.
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