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Sehr geehrter Herr Finanzminister Steinbrück, seit
Jahren gilt es als unstrittig, dass die von den Staatsverwaltungen
auferlegten bürokratischen Vorgaben die Betriebe viel Geld und Zeit
kosten und zudem die Betriebsinhaber zu unbezahlten Hilfsarbeitern
des Fiskus machen.
Der Gesetzgeber und die Bürokratie wälzen immer mehr Verwaltungsaufgaben auf die Privatwirtschaft ab, so dass man von einer Bürokratieüberwälzung der Wirtschaft sprechen kann. Dies gilt auch für mich und meinen Betrieb. Abend für Abend, wenn sich die Tore der Fabriken und Büros geschlossen haben und es sich die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung vor dem Bildschirm bequem macht oder einer anderen Freizeitgestaltung nachgeht, beginnen für mich und viele andere Inhaber kleiner und mittlerer Betriebe, Freiberufler, Gastwirte, Einzelhändler, Landwirte, Tankstellen, Handwerker die Frondienste für den Fiskus.
Folgender Bürokratieaufwand wird dabei von uns geleistet:
1. Sozialrechtsbedingter Bürokratieaufwand 2. Steuerbedingter Bürokratieaufwand 3. Statistikbedingter Bürokratieaufwand
4. Betriebsbedingter Bürokratieaufwand
Pro Jahr benötige ich für die gesamten Bürokratiearbeiten etwa 132 Arbeitstage oder über 1000 Stunden. Die dadurch anfallende Kostenlast kann auf etwa EUR 41.000,- geschätzt werden. Die finanzielle Last verteilt sich u.a.
auf folgende Positionen, die ich nur beispielhaft für die Vielzahl
der Bürokratiearbeiten aufgeführt habe.
Ich erlaube mir diesen Aufwand nunmehr der Bundesrepublik Deutschland in Rechnung zu stellen und bitte Sie mir den Betrag von EUR 41.000,- auf das unten genannte Konto zu überweisen.
Mit freundlichen Grüßen Karl Braun
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