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Vorgezogene Fälligkeit von Sozialversicherungsbeiträgen

Seit diesem Jahr müssen Unternehmen die Sozialversicherungsbeiträge bis zu 19 Tage früher überweisen als bisher. Dies zieht jährlich zwischen 400 und 700 Mio. Euro aus den Unternehmerkassen. Der zusätzliche Verwaltungsaufwand trifft kleinere Betriebe und damit unsere Region besonders hart.

Es ist grotesk, wenn die Politik über den Abbau von Bürokratie spricht, aber das Gegenteil beschließt. Unternehmer müssen in diesem Jahr für ihre Mitarbeiter 13 statt nur zwölf Monatsbeiträge bezahlen. Denn wegen des früheren Termins werden die Forderungen der Sozialversicherung für Dezember und Januar im gleichen Monat fällig.

Doppelter Aufwand

Ursache dafür ist vor allem der bürokratische Mehraufwand. Denn die tatsächliche Beitragsschuld steht erst am Ende des Monats fest. So bleibt den Unternehmen nichts anderes übrig, als eine Summe zu schätzen. Wenn sie die genauen Zahlen kennen, steht eine weitere Zahlung oder Rückforderung an. So muss die Personalabteilung jeden Lohnvorgang zwei Mal pro Monat bearbeiten. Das ist schlicht eine Zumutung. Auf der anderen Seite steht der Aufwand bei den Kassen. Denn Sachbearbeiter müssen die Angaben der Betriebe aufwändig überprüfen. Ausgeschlossen, dass da noch viel Geld übrig bleibt, um die Sozialkassen zu sanieren. Insgesamt ist es daher ein ebenso deutlicher wie überflüssiger Bürokratieaufbau anstatt des versprochenen Abbaus.

Enormer Schaden für Unternehmen und Volkswirtschaft

Noch vor der Wahl haben SPD, CDU und Grüne das neue Gesetz einmütig durch Bundestag und Bundesrat gewinkt. Der Grund: Die desolaten Finanzen der Sozialversicherungen. Der 13. Beitrag im Jahr spült einmalig rund 20 Milliarden Euro in die Kasse. An den Ursachen für die finanzielle Schieflage ändert dies gar nichts. Den Unternehmen und der gesamten Volkswirtschaft schadet es dagegen enorm, zumal die Kapitaldecke vieler mittelständischer Betriebe recht dünn ist. Diese Entscheidung wird Arbeitsplätze kosten.

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