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Schreiben an Herrn Horst Friedrich MdB, zum Thema private Autobahnfinanzierung
Sehr geehrter Herr Friedrich,
von meinem Freund und Mitstreiter für die Liberale Sache, Michael Theurer, habe ich Ihre Adresse bekommen. Vorausgegangen war meine Anregung, Autobahnteilstücke privat finanzieren und betreiben zu lassen. Speziell denke ich an eine Autobahn, die von Straßburg über den Schwarzwald und die Schwäbische Alb Richtung Allgäu führt. Fährt man diese Strecke heute über das Autobahnnetz benötigt man ca. 4 Stunden und legt 300 km zurück. Auf Landstraßen sind es nur etwa 180 km, man benötigt aber ebenfalls mindestens 4 Stunden. Eine Autobahn würde ca. 180 km lang werden, mit einer Fahrdauer von etwa 2 Stunden.
Wenn ich z. B. in Straßburg vor der Frage stünde, das umständliche Straßennetz zu benutzen, oder eine Autobahn mit einer Mautgebühr von 20 oder 30 € würde ich mich, wie sicher viele andere auch, sofort für die Mautstrecke entscheiden. Nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch wäre der Bau dieser Autobahn sinnvoll. Viele Ziele gibt es sicher auch noch in anderen Bereichen. Deswegen mein Vorschlag nur als Beispiel.
Übrigens habe ich vor kurzem die neue Thüringer-Wald-Autobahn benutzt und bin in einer guten Stunde von Schweinfurt nach Erfurt gefahren, für die man früher die doppelte Kilometerzahl und mehr als 2 Stunden aufwenden musste. Die Strecke wurde allerdings steuerfinanziert, ist im übrigen sehr sensibel in die Landschaft eingebettet und stellt aus meiner Sicht überhaupt keine Beeinträchtigung der Umwelt dar, im Gegenteil, auch diese Strecke ist aus ökologischer Sicht sehr sinnvoll.
Die Firma Bilfinger und Berger in Mannheim hat in Kanada einen Auftrag über Herstellung und Betrieb einer Autobahn über 30 Jahre, im Wert von 280 Mio. € erhalten. Sie wäre sicher in der Lage, auch in Deutschland solche Projekte anzugehen.
Mit freundlichen Grüßen
Karl Braun
(Vorsitzender)
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