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1. Die Liberale Initiative Nordschwarzwald setzt sich seit langem für eine verbesserte Infrastruktur der hiesigen Raumschaft
ein.
2. Diese ist geprägt, zum einen durch
Tourismus, zum anderen durch ein florierendes Gewerbe.
3. Seit langem ist bekannt, dass die Region in vielen wirtschaftlichen Daten die hinteren Ränge, im Vergleich mit anderen Regionen im Land, einnimmt. Dies betrifft besonders die Landkreise Calw und Freudenstadt.
4. Deswegen wurde auf Beschluss des Kreistages von Calw eine Zukunftskommission eingesetzt, die aufgrund statistischer Erhebungen Untersuchungen anstellen soll, mit dem Ziel die Wirtschaftsdaten im Kreis Calw zu verbessern.
5. Besonders der Tourismus hat in den vergangenen Jahren enorme Einbußen erlitten, derzeit beträgt die Auslastung der Betten gerade noch 22 %. Auch die Zahl der gastronomischen Betriebe ist in den letzten Jahren ständig geschrumpft.
6. Gewerbliche Wirtschaft und das Handwerk ist geprägt von zahlreichen kleinen und mittleren, in Familienregie solide geführten Betrieben. Aber auch für diese wird es zunehmend schwerer, sich am Markt zu behaupten.
7. Ein besonderes Handicap ist die sehr schlechte Verkehrsinfrastruktur. Darunter vernachlässigte Landesstraßen und ganz besonders fehlende, gut ausgebaute Anschlüsse an das überregionale Straßennetz.
8. Deswegen kam in der Liberalen Initiative Nordschwarzwald die Idee auf, eine Verbindung zur Autobahn A 81 (Bodenseeautobahn) zur Rheintalautobahn A 5 ins Gespräch zu bringen.
9. Dies könnte eine Querspange sein, beginnend bei Straßburg und münden in der geplanten Autobahnbrücke bei Horb. Eventuell später weiter geführt, über die Schwäbische Alb, Richtung Bodensee.
10. Wohl wissend, dass die Finanzierung einer solchen Strecke mit öffentlichen Geldern sehr schwer zu bewerkstelligen ist, ist auch die Idee geboren, den Versuch zu machen, dies privat zu organisieren.
11. Als Vorbild dient hier ein Projekt in Kanada, durchgeführt von der Mannheimer Baugesellschaft Bilfinger und Berger, die dort den Auftrag erhalten hat, eine Autobahnstrecke zu bauen und diese 25 Jahre privat zu betreiben.
12. Es wäre zunächst zu prüfen, ob eine Autobahntrasse Straßburg – Horb
aus ökologischer und ökonomischer Sicht machbar ist.
13. Parallel dazu sollte von interessierten Privaten eine
Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellt werden, mit welchen Zahlen
bei einer mautfinanzierten Strecke kalkuliert werden müsste.
14. In die Planung mit einfließen sollte, die geplante
Untertunnelung von Freudenstadt.
15. Dass eine solche Autobahntrasse, auch wenn sie mit Mautgebühren
belegt ist, akzeptiert wird scheint außer Frage, wenn man bedenkt,
dass sich die Kilometerzahlen enorm reduzieren und vor allem der
Zeitaufwand halbieren würde.
16. Auch aus ökologischer Sicht wäre die Trasse für den
Nordschwarzwald ein Fortschritt. Trotzdem wird es gerade in dieser
Richtung den größten Widerstand geben.
17. Als Beispiel sei hier die Autobahn durch den Thüringer Wald
herangeführt, die ökonomisch und ökologisch große Verbesserung für
Thüringen gebracht hat.
Aufgestellt: Januar 08, Liberale Initiative Mittelstand
Nordschwarzwald
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