Sich aufs Wesentliche beschränken
Der Staat soll sich nicht mit Subventionen in die Wirtschaft einmischen, sondern sich auf seine
echten Aufgaben besinnen, fordert Karl Braun.
Meine wichtigste Erwartung an die Regierung
lässt sich in einem Satz zusammenfassen:
Der Staat soll sich auf seine wesentlichen Aufgaben
beschränken, wie Ausbildung, Versorgung von kranken und alten Menschen oder Infrastruktur
- und die Wirtschaft den
Unternehmen überlassen.
Stattdessen steckt
er derzeit Milliarden in Konjunkturprogramme,
die wenig bringen.
Folglich wächst die Staatsverschuldung, die Arbeitslosenzahlen klettern
weiter und
für die echten Staatsaufgaben, etwa
für gute Bildungschancen von Anfang an zu
sorgen, fehlt letztlich das Geld. Außerdem
erhält der Staat mit seinen Subventionen
Strukturen, die sich überlebt haben: Wenn
es beispielsweise Überkapazitäten in der
Autoproduktion gibt, liegt das nicht nur an
der Finanzkrise, sondern auch daran, dass
Konzerne es versäumt haben, ihre Strategie
dem Wandel anzupassen. Da schafft
auch
eine Abwrackprämie keine dauerhafte Abhilfe.
Besser ist es, wenn sich der
Staat nicht in die
Wirtschaft einmischt. Denn dann müssen die
Unternehmer Risiken
selbst tragen und dafür
gerade stehen. Sie können sich nicht darauf
verlassen, dass
der Staat sie schon wieder auffängt. Und das ist das beste Regulativ.
Karl Braun
(Vorsitzender)